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Laufende Nase und tränende Augen: Ursachen und Behandlung

Chaghaf Team

Eine laufende Nase und tränende Augen treten häufig gemeinsam auf. Dahinter kann beispielsweise eine Allergie stecken, aber auch eine Erkältung, eine Reizung der Schleimhäute oder eine andere Erkrankung kommen als Ursache infrage. Auch bestimmte Medikamente können solche Beschwerden auslösen. [1][2]

Bei einer laufenden Nase wird mehr Flüssigkeit beziehungsweise Schleim gebildet, als normalerweise benötigt wird. Das Sekret kann aus den Nasenlöchern austreten oder in den Rachen laufen. Tränende Augen entstehen dagegen durch eine vermehrte Bildung von Tränen oder dadurch, dass die Tränen nicht ausreichend abfließen können. [1][3]

Welche Ursachen kommen infrage?

Die Kombination aus Nasenlaufen und tränenden Augen ist nicht auf eine einzige Ursache zurückzuführen. Besonders häufig sind allergische Reaktionen und Infektionen der Atemwege.

Allergien und Heuschnupfen

Pollen können eine allergische Rhinitis, also einen allergischen Schnupfen, auslösen. Typische Beschwerden sind eine laufende oder verstopfte Nase, Niesen sowie juckende, gerötete oder tränende Augen. Zu den möglichen Auslösern gehören neben Pollen unter anderem Hausstaubmilben und Tierhaare beziehungsweise Tierallergene. [1][4]

Erkältung und andere Infektionen

Auch eine Erkältung oder Grippe kann mit einer laufenden Nase und tränenden Augen einhergehen. Bei einer Erkältung treten häufig weitere Beschwerden wie Husten, Niesen oder ein allgemeines Krankheitsgefühl auf. [1][2]

Nicht allergisch bedingte Rhinitis

Nicht jede laufende Nase wird durch eine Allergie verursacht. Bei einer nicht allergischen Rhinitis können beispielsweise Rauch, Staub, starke Gerüche, Wetter- und Temperaturveränderungen oder bestimmte Medikamente die Nasenschleimhaut reizen. Auch hormonelle Veränderungen und eine Schilddrüsenunterfunktion können damit in Verbindung stehen. [5]

Medikamente und bestimmte Erkrankungen

Einige Medikamente können eine laufende Nase begünstigen. Auch bei bestimmten Erkrankungen kann es zu solchen Beschwerden kommen. Eine genaue Zuordnung ist deshalb insbesondere bei wiederkehrenden oder länger anhaltenden Symptomen sinnvoll. [5]

Bei tränenden Augen kommen darüber hinaus zahlreiche weitere Ursachen infrage. Dazu gehören unter anderem Allergien, eine Reizung der Augenoberfläche, trockene Augen, Entzündungen, ein Fremdkörper oder eine Verletzung. Auch bestimmte Medikamente, darunter einige Chemotherapeutika, können das Tränen der Augen verursachen. [3]

Warum tränen die Augen bei einer Reizung?

Tränen schützen und befeuchten die Augenoberfläche. Wird das Auge beispielsweise durch Rauch, Staub, einen Fremdkörper oder andere Reizstoffe belastet, kann der Körper als Reaktion vermehrt Tränen bilden. Auch Allergien können zu tränenden und gereizten Augen führen. [3][6]

Ein klassisches Beispiel ist das Schneiden einer Zwiebel: Dabei entstehen reizende Stoffe, die die Augenoberfläche reizen und dadurch die Tränenproduktion anregen. [7]

Was hilft bei laufender Nase und tränenden Augen?

Die geeignete Behandlung hängt von der Ursache ab. Bei leichten Beschwerden können zunächst einfache Maßnahmen helfen.

Auslöser möglichst vermeiden

Wenn eine Allergie oder eine Reizung vermutet wird, sollte der entsprechende Auslöser möglichst gemieden werden. Bei allergischen Beschwerden kann es beispielsweise sinnvoll sein, den Kontakt mit bekannten Allergenen zu reduzieren. Auch Rauch, starke Gerüche und andere reizende Stoffe können bei nicht allergischer Rhinitis Beschwerden verstärken. [4][5]

Kochsalzlösung für die Nase

Nasensprays oder Nasenspülungen mit Kochsalzlösung können die Nasenschleimhaut befeuchten und dabei helfen, Schleim und Reizstoffe aus der Nase zu entfernen. [5]

Antihistaminika

Bei allergisch bedingten Beschwerden können Antihistaminika eingesetzt werden. Sie können unter anderem Niesen, eine laufende Nase sowie tränende oder juckende Augen lindern. Je nach Präparat gibt es sie als Tabletten, Nasenspray oder Augentropfen. Einige Antihistaminika können müde machen. [4][8]

Kortikosteroid-Nasensprays

Bei allergischer Rhinitis gehören kortikosteroidhaltige Nasensprays zu den wirksamsten Behandlungsmöglichkeiten gegen typische Beschwerden wie eine verstopfte oder laufende Nase. Sie reduzieren die Entzündung der Nasenschleimhaut. [4]

Abschwellende Nasensprays nur kurzfristig verwenden

Abschwellende Nasensprays können eine verstopfte Nase rasch erleichtern. Sie sollten jedoch nur für kurze Zeit angewendet werden. Eine zu lange Anwendung kann dazu führen, dass die Beschwerden nach dem Absetzen verstärkt zurückkehren. Die konkrete maximale Anwendungsdauer richtet sich nach dem jeweiligen Präparat und dessen Gebrauchsinformation. [5][8]

Bei der Auswahl und Anwendung von Medikamenten sollte insbesondere bei Kindern, in der Schwangerschaft, bei bestehenden Erkrankungen oder bei regelmäßiger Einnahme anderer Medikamente ärztlicher oder pharmazeutischer Rat eingeholt werden.

Wann sollte man zum Arzt?

Eine laufende Nase ist häufig harmlos und verschwindet von selbst. Eine ärztliche Abklärung ist jedoch sinnvoll, wenn die Beschwerden anhalten, wiederholt auftreten, sehr stark sind oder sich durch übliche Maßnahmen nicht bessern. Auch Nebenwirkungen von Medikamenten sollten ärztlich oder pharmazeutisch abgeklärt werden. [2][5]

Bei tränenden Augen sollte man besonders aufmerksam sein. Eine rasche medizinische Abklärung ist angezeigt, wenn zusätzlich Sehstörungen oder Sehverlust, Schmerzen rund um das Auge oder das Gefühl auftreten, dass sich ein Fremdkörper im Auge befindet. [3]

Auch klares Nasensekret, das nach einer stärkeren Kopfverletzung dauerhaft auftritt, sollte nicht einfach als gewöhnlicher Schnupfen betrachtet werden und gehört medizinisch abgeklärt.

Fazit

Laufende Nase und tränende Augen können durch Allergien, Erkältungen und andere Infektionen, Reizstoffe oder nicht allergische Rhinitis verursacht werden. Auch Medikamente und bestimmte gesundheitliche Probleme kommen als Auslöser infrage. [1][3][5]

Entscheidend für die Behandlung ist deshalb die Ursache. Bei allergischen Beschwerden können beispielsweise Antihistaminika oder kortikosteroidhaltige Nasensprays helfen, während bei nicht allergischer Rhinitis vor allem das Vermeiden individueller Auslöser und eine geeignete symptomatische Behandlung im Vordergrund stehen. [4][5]

Bei länger anhaltenden, wiederkehrenden oder ungewöhnlich starken Beschwerden sowie bei Schmerzen oder Veränderungen des Sehvermögens sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Quellen

[1] Mayo Clinic: Hay fever – Symptoms and causes. 2024.
Direkte Quelle

[2] Mayo Clinic: Hay fever – Diagnosis and treatment. 2024.
Direkte Quelle

[3] Mayo Clinic: Watery eyes – Causes and definition. 27. August 2024.
Direkte Quelle

[4] Mayo Clinic: Allergy medications: Know your options. 28. März 2025.
Direkte Quelle

[5] Mayo Clinic: Nonallergic rhinitis – Symptoms & causes. 14. März 2023.
Direkte Quelle

[6] Cleveland Clinic: Epiphora (Watery Eyes): Types, Causes & Treatment.
Direkte Quelle

[7] Cleveland Clinic: Crying: Why We Cry & How It Works.
Direkte Quelle

[8] NHS: Allergic rhinitis.
Direkte Quelle

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